20. 11. 2019

Sorgenkind Oltnerstrasse – Kanton und Gemeinde arbeiten im Gleichschritt / Beförderungen in der Feuerwehr per 01.01.2020 / Wichtiges zur Papiersammlung


 

Sorgenkind Oltnerstrasse – Kanton und Gemeinde arbeiten im Gleichschritt

 
Die Entwicklung von Aarburgs Nordteil ist für alle ein gewichtiges Anliegen. Gewerbe, Bewohner und Behörde sind sich darin einig: Der Schlüssel zum Erfolg liegt zu einem grossen Teil in der Qualität der Erschliessung mit Bus, Velo und Auto. Die Oltnerstrasse stellt dabei die Lebensader dar und ist mit einer Belastung von etwa 30‘000 Fahrzeugen pro Tag nicht mehr in der Lage, heutige Anforderungen an die Mobilität und den öffentlichen Raum erfüllen zu können.

Der Kanton hat die Initiative der Gemeinde Aarburg, welche auf den Masterplan von 2011 zurückgeht, aufgenommen. Zusammen wurde nach eingehender Analyse und unter Einbezug der Studie „Verkehrsmanagement Wiggertal“ ein Betriebs- und Gestaltungskonzept Oltnerstrasse erarbeitet.

Das Projekt wurde der Bevölkerung im letzten Dezember im Rahmen einer freiwilligen Mitwirkung vorgestellt. Das Interesse wie auch das Verständnis für die Notwendigkeit eines Ausbaus der Oltnerstrasse waren gross. Die Gelegenheit zur schriftlichen Mitwirkung wurde hingegen nur zurückhaltend genutzt.

Betriebs- und Gestaltungskonzept nach Vernehmlassung und Mitwirkung verabschiedet
Einzelne kritische Stimmen zum BGK wurden von der kantonalen Projektleitung sowohl schriftlich beantwortet wie auch in einem persönlichen Gespräch noch erörtert und pro wie contra diskutiert. Nach Meinung von drei der insgesamt sechs Mitwirker ist der Umfang des Projekts zu gross, das Angebot insbesondere für den Langsamverkehr zu luxuriös und somit auch die Kosten zu hoch.

Der Gemeinderat hat Ende 2018 das Projekt verabschiedet und die Notwendigkeit der unverzüglichen Fortsetzung der Planung mit Auflageprojekt und genauer Kostenermittlung gegenüber dem Kanton bestätigt. Dabei konnte im Rahmen der Dekretierung der Baukosten in Absprache mit dem Kanton eine im Investitionsplan langfristig verteilte Belastung in Tranchen erreicht werden.

Hoher Nutzen bei vergleichsweise geringen Kosten für Aarburg
Mit dem Ausbau Oltnerstrasse werden folgende Zielvorgaben umgesetzt:
-   weg vom Autobahnzubringer zur attraktiven Zentrumsachse in Aarburg
- Entflechtung von Langsamverkehr und Individualverkehr sowie Priorisierung ÖV
- Sicherstellung der Erschliessung von Quartieren und Gewerbe
- Verstetigung des Verkehrsflusses
- sichere und durchgehende Rad- und Fusswegverbindung von und nach Olten

Dieser Ausbau der Verkehrsinfrastruktur wird vom Agglomerationsprogramm 3. Generation des Bundes mit einem Beitrag von 35% der Baukosten unterstützt. Die restlichen Kosten werden zwischen Kanton und Gemeinde aufgeteilt, wobei der aktuelle Beitragssatz von Aarburg 40% beträgt. Dieser Beitragssatz kann noch um 10% reduziert werden, wenn die Strasse eine überdurchschnittliche Belastung aufweist, was auf der Oltnerstrasse zweifellos der Fall ist. Die Gesamtkosten werden gemäss Vernehmlassungsvorlage des Bundes auf 21 Millionen Franken geschätzt.

Die Kosten der sowieso vorzunehmenden Strassen- und Belagssanierung, welche nicht für das Agglomerationsprogramm berechtigt sind, betragen ungefähr 4.5 Millionen Franken. Sowohl die inhomogene Fundationsschicht wie auch der Strassenbelag, welcher seine Lebensdauer erreicht hat, müssen ausgewechselt werden.

Sanierung Strassenbelag und Fundationsschicht ist unabhängig vom Ausbau vorzunehmen
Der Gemeinderat rechnet mit Kosten von gegen 5 Millionen Franken zu Lasten der Gemeinderechnung, wobei die genauen Kosten erst im Frühjahr 2020 vorliegen werden. Diese verteilen sich auf etwa zehn Jahre zu Lasten der Investitionsrechnung. Diese Investition kann gemäss dem Finanzplan der Gemeinde getragen werden. Aufgrund der Abschreibungsdauer von 40 Jahren wird die laufende Rechnung mit ca. 150‘000 Franken belastet werden.

Variante „optimierter Bestand“ ist keine Alternative
Die ebenfalls geprüfte Variante „optimierter Bestand“, welche auf der heute zur Verfügung stehenden Strassenfläche basiert und eher einer „Belagssanierung plus“ gleichkommt, wäre nur eine kurzfristige Lösung, der Spielraum von optimierten Lichtsignalanlagen innert der Realisierungszeit bereits wieder aufgebraucht. Bundesgelder aus dem Agglomerationsprogramm in der Höhe von über sieben Millionen Franken gingen verloren. Nur an einen Ausbau und eine Verbesserung der Infrastruktur werden Bundesbeiträge entrichtet. Die Belastung der Gemeinderechnung durch den dekretsgemässen Beitrag an die Sanierung würde ebenfalls im siebenstelligen Bereich liegen, ohne einen Beitrag an die Entwicklung Aarburgs zu erhalten.

Unter Abwägung der Kosten und Nutzen für Gemeinde und Kanton kommt nur der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im Rahmen des vorliegenden Projektes in Frage, welcher eine Gebietsentwicklung für Aarburg über die nächsten Jahre und Jahrzehnte zulässt und gleichzeitig dem Langsamverkehr den nötigen Platz in geeigneter Qualität zugesteht.

Die zusätzliche Fläche für die beidseitigen Busspuren und den Fuss- und Veloverkehr hat sich der Kanton mit dem Kauf der Liegenschaften zwischen Strasse und Bahnlinie bereits gesichert. Die westlich der Oltnerstrasse angrenzenden Liegenschaften sind durch den Ausbau flächenmässig mehrheitlich nicht betroffen.

Ausarbeitung Auflageprojekt mit anschliessender öffentlicher Anhörung
Seit dem Frühjahr arbeitet der Kanton als Auftraggeber und Bauherr zusammen mit der Gemeinde und den beauftragten Ingenieuren und Planern das Auflageprojekt aus und lässt die genauen Kosten berechnen. Projektleiter Marcel Siegrist von der Abteilung Tiefbau des Departements Bau, Verkehr und Umwelt rechnet damit, dass im Sommer 2020 die öffentliche Anhörung und Mitwirkung stattfindet. Dazu ist vorgängig die Freigabe durch den Regierungsrat einzuholen.

Kanton und Gemeinde werden dann die Bevölkerung wiederum zu einem Informations- und Diskussionsanlass sowie der Mitwirkung einladen.
 
 
Das bringt der Ausbau Oltnerstrasse
-   Entflechtung des Verkehrs (LV – MIV – ÖV)
- Attraktive Zentrumsachse statt öder Autobahnzubringer
- Sicherstellung einer Gebietsentwicklung (Abstimmung Siedlung und Verkehr)
- Busspur in beide Richtungen im kritischen Bereich
- Busbevorzugung bei den Knoten und Haltestellen
- Gewährleistung der Anschlüsse (Fahrplanstabilität)
- Separate, sichere Verkehrsfläche für Fussgänger und Velofahrer
- Velostreifen für E-Bikes und „Schnellfahrer“
- Strassenquerungen à Niveau mit Mittelinseln
- Sicherstellung der Quartier- und Gewerbeerschliessung mit Mehrzweckstreifen
- Verstetigung des Verkehrs mit verlängerten Einspur- und Abbiegestrecken
- Öffentlicher Freiraum entlang den neuen Gewerbebauten mit Baumallee zur Strasse
 
 



Beförderungen in der Feuerwehr per 01.01.2020

 
Der Gemeinderat befördert auf Antrag der Feuerwehrkommission folgende Angehörige der Feuerwehr per 1. Januar 2020:
 
Migliaccio Nicole vom Korporal zum Wachtmeister
-    Knubel Marisa vom Gefreiten zum Korporal
- Wyss Cédric vom Soldat zum Korporal

Der Gemeinderat gratuliert den genannten Feuerwehrangehörigen zu ihrer Beförderung und wünscht ihnen in ihren Chargen weiterhin viel Erfolg und Befriedigung.
 
 
 



Wichtiges zur Papiersammlung

 
Im Zusammenhang mit den Papiersammlungen, die durch Schülerinnen und Schüler durchgeführt werden, wird die Bevölkerung gebeten zu beachten, dass Karton und Papier einzeln, separat und "schülergerecht" gebündelt und die Bündel gut sichtbar und bis spätestens um 08.00 Uhr am Tag der Sammlung draussen deponiert werden. Es dürfen nur saubere Papiere, Zeitungen, Zeitschriften, Drucksachen, Kataloge, Prospekte, Umschläge etc. für die Sammlung bereitgestellt werden. Es ist den Schülerinnen und Schülern NICHT gestattet, die Häuser zu betreten, um das Altpapier aus den Kellern oder anderen Räumen zu holen.

Es werden keine Bündel mit kunststoffbeschichteten Kartons (z. B. Waschmitteltrommeln, Milch-, Getränke- und Tiefkühlpackungen), Styropor oder Kunststoffe mitgenommen. Diese Abfälle müssen via Kerichtabfuhr entsorgt werden.

Die nächsten Sammlungen finden wie folgt statt:
-   Donnerstag, 19.12.2019
- Dienstag, 25.02.2020
-      Dienstag, 12.05.2020


Mit dem korrekten und zeitgerechten Bereitstellen tragen Sie massgeblich dazu bei, dass die Sammlungen effizient durchgeführt werden können. Besten Dank dafür.







 

Gemeinde Aarburg
Rathaus, Städtchen 37
CH-4663 Aarburg

Telefon 062 787 14 20
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